Immer wieder diese Kapverden. Die winzige Inselgruppe im Atlantik hat wohl eine der lebendigsten und kreativsten Musiklandschaften des Planeten. Auch Lura gehört zum Kreis von Cesaria Evora und Konsorten.
Lura
- "Eclipse"
Nachdem ihr letztes Album "M'bem di Fopra" im Jahr 2006 einschlug wie eine Bombe, baut sie ihr hohes Ansehen mit "Eclipse" jetzt noch einmal deutlich aus. Gleichzeitig ist es das "klassische Instrument" der kapverdischen Künstler, ihre Stimme, welche die Magie des Werkes deutlich mitbestimmt.
"Eclipse" offeriert neben den kapverdischen und creolischen Musikeinflüssen auch vorsichtige Anleihen bei Soul und Jazz, was dem Mix eine sehr feine Note gibt. Was besonders ins Auge und Ohr sticht, ist das Herzblut, das Maria de Lurdes Pina Assunçã, wie Lura mit vollem Namen heißt, in ihre Musik legt: Eben das kapverdische Musikverständnis.
"Eclipse" ist ein tiefgehendes, zugleich leicht zugängliches Album, das Freunde von kapverdischer Musik, von Jazz aber auch von karibischen Unterhaltungsrhythmen, creolischer Musik, gleichermaßen überzeugen und unterhalten wird. Unaufdringlich und trotz allem textlichem Tiefgang federleicht.
Michael Arens
CD: Lura - "Eclipse" (Sony Classical 88697483692)
Lura im Internet: www.luracriola.com
Sony Music im Internet: www.sonymusic.de
Cover: n.n.