Natascha Osterkorn - "Gipsy Fantasies"
Wie auf ihrem Debut "Day and Night" interpretiert die Sängerin und Pianistin Natascha Osterkorn auch auf ihrem zweiten Album "Gipsy Fantasies" wieder traditionelle russische Zigeunerlieder und Volksweisen.
Natascha
Osterkorn - "Gipsy Fantasies"
Auf ganz eigene, eher unkonventionelle Art und Weise hat sich die Musikerin der alten Weisen angenommen. So spielt der für dieses Genre völlig untypische Konzertflügel eine große Rolle, aber sie ist nun mal Pianistin, was also hätte sie spielen sollen, wenn ihr das Singen alleine nicht reichte. Dabei wird sie durchaus von Balalaika, Akkordeon, Bouzuki und anderen traditionellen Instrumenten begleitet. Gesanglich kann man ihr höchstens vorwerfen, dass der manchmal sehr expressive sprich kreischende Abgesang der Lieder mit der Zeit etwas auf die Gehörgänge geht.
Natascha Osterkorn wollte nicht "folkloristisch" daherkommen, das ist sicher ein hehrer künstlerischer Ansatz, doch muss leider gesagt werden, dass ihre "Gipsy Fantasies" einfach nicht recht zünden wollen. Die oftmals sehr zarten, gefühlvollen Balladen werden einfach mit zu viel Brimborium überfrachtet, was sie schlecht vertragen. Bleibt die Frage, ob man der Folklore ihre Einzigartigkeit nicht doch weitestgehend lassen sollte. Genügend Spielräume, um etwas Eignes daraus zu machen, lässt sie einem trotzdem.
Peggy Thiele
CD: Natascha Osterkorn - "Gipsy Fantasies" (RR 16004)
Natascha Osterkorn im Internet: www.natascha-osterkorn.com
Raumer Records im Internet: www.raumer-records.de
Cover: M. L.