Der Brasilianer Rob Curto traf in New York zufällig auf Clay Ross. Kaum geschehen, saßen die beiden zusammen und machten Musik. Schnell war klar, dass mehr daraus werden müsse: Matuto eben. Ein Projekt, bei dem brasilianisch gefärbte Songs auf eine Mischung aus Surf-Rock, Country, Folk, Jazz und Soul treffen. Eine Mischung, wie sie im Grunde nur in einer Metropole wie New York entstehen kann.
Matuto
- "Matuto"
Denn es braucht die Musikszene einer Millionenstadt, damit Musiker unterschiedlichster Coleur aufeinander treffen und den musikalischen Austausch wagen. Der Gitarrist Rose hat in dem Forró-Akkordeonisten Curto einen musikalischen Widerpart gefunden, mit dem die perfekte Symbiose möglich ist. Was zwar zutiefst widersprüchlich klingt, doch Sinn ergibt, wenn man sich die selbstbetitelte CD "Matuto" anhört.
Im Grunde findet sich auf "Matuto" Musik, wie sie nur ein Weltenbürger wie Ry Cooder kreieren könnte es scheint, als würden sich Ross und Curto die Bälle nur so zuwerfen und jeder die Vorlage seines Gegenübers dazu benutzt, um sich noch weiter in die Randzone der handhabbaren Musik vorzuwagen. Doch bei aller Freiheit der Durchführung sind auf den zwölf Stücken dieses Debütalbums die Eckpunkte klar gesteckt.
Und mit den beiden Coverversionen von "John the Revelator" und "Banks of the Ohio" beweist Matuto, dass diese beiden Traditionals der nordamerikanischen Musikgeschichte als Forró nicht nur nichts von ihrer Ursprünglichkeit einbüßen. Sondern wesentlich an Originalität gewinnen.
Michael Freerix
CD: Matuto - "Matuto" (Galileo Music Communication GMC 048)
Matuto im Internet: www.myspace.com/matutoband
Galileo MC im Internet: www.galileo-mc.de
Cover: Grady McFerrin