Dass Bernard Allison noch immer als der Sohn des großen Luther Allison, der 1997 verstarb, gesehen und wahrgenommen wird, ist nicht gerechtfertigt. Hat er doch über die letzten annähernd zwanzig Jahre mit seinen Alben und seiner Live-Präsenz bewiesen, dass er ein eigenständiger Künstler mit eigener Magie und Philosophie ist.
Bernard
Allison - "Chills & Thrills"
Dort, wo Allison mit seinem letzten Album aufhörte, beginnt er mit "Chills & Thrills". Druckvoller, erdiger, ehrlicher Blues, verrockte Gitarrenriffs, abgrundtiefe Bluesvocals, die nichts anderes sein wollen als eben genau das. Und da sind wir auch schon beim schlicht Schönen der Bernard Allison'schen Musik: Sie ist unkompliziert, konkret und konsequent.
Keine aufgesetzten Experimente, keine selbstverliebten Abgleitungen in musikalische Scheinwelten. Einfach nur Blues. Der Albumtitel trifft den Nagel dabei auf den Kopf. Die Band wird durch Jassen Wilber am Bass, Rusty Hall am Piano und Mario Dawson an den Drums vervollständigt. Auch hier lässt sich wieder abhören, dass die Musik und dessen natürliche Philosophie aus einem Guss kommen.
"Chills & Thrills" ist konkreter Blues mit kurzen, prägnanten Anleihen bei Rock, Jazz und Funk. Grobkörnig, direkt, und unverschämt unterhaltsam.
Michael Arens
CD: Bernard Allison - "Chills & Thrills"
(Jazzhaus Records/In-Akustik 0366012)
Bernard Allison im Internet: www.bernardallison.com
Jazzhaus Records im Internet: www.jazzhausrecords.com
Cover:Jürgen Oschwald