Am Anfang stehen die klagenden Akkorde einer Bluesgitarre und die rauchigtiefe Stimme von Sänger Pete Alderton. Dass er dann aber im ersten Stück "Evil was her name" mit einem Drum-Computer arbeitet, hat mir die Stimmung ja gleich vermiest. Zum Glück ist dieses Lied nach dreieinhalb Minuten vorbei und der Weg frei für akustische Fein- und stimmliche Rauigkeiten, die mir diesen Briten und sein Werk dann doch wieder sympathisch machen.
Pete
Alderton - "Living on love"
Der mittlerweile 50-jährige Pete Alderton wandelt auf den Pfaden zwischen Blues (den er auch am authentischten bringt), Soul und gelegentlichem Pop. Dabei röhrt er manchmal, nöhlt, stöhnt, schnurrt und schnauft sich durch die einzelnen Tracks von "Living on love", dass es eine Art hat. Leider schafft er es aber nicht, ein durchgehend hohes Niveau aufzubauen, denn so einige Titel reißen das Werk im Gesamteindruck dann doch wieder leicht runter.
Etwas weniger nichtssagende Easy-Listening Ausflüge und ein bisschen mehr Blues wäre besser gewesen Pete, du kannst doch auch anders! Stücke wie "Jesus in a bottle", "I`m sad" oder "Witching hour" sprechen nämlich eine ganz andere Sprache, und alleine wegen dieser Highlights lohnt sich "Living on love" auf jeden Fall!
Hermann Mennenga
CD: Pete Alderton - "Living on love" (Ozella)
Pete Alderton im Internet: www.pete-anthony-alderton.com
Ozella Music im Internet: www.ozellamusic.com
Cover: n.n.