Als die Sängerin, Songschreiberin und Gitarristin Ilene Barnes 2004 als Opener von Eric Burdon ihr Album "Time" im Gepäck hatte, kannte sie hierzulande kaum jemand. Wider Erwarten gelang es ihr, allein mit Gitarre und Stimme bewaffnet, dem Publikum aus Altrockern und Burdon-Fans tatsächlich ein wenig Aufmerksamkeit abzuringen.
Ilene
Barnes - "Yesterday Comes"
Schon "Time" stellte, als ihr zweites Album, einen Neuanfang dar nach dem vorangegangenen Versuch eines Majorlabels, sie als unfreiwillige "zweite Grace Jones" zu vermarkten. Nun konsolidiert Ilene Barnes mit "Yesterday Comes" ihre zweite Karriere: Die in Detroit geborene, in Surinam, Barbados und Jamaika aufgewachsene Sängerin mit indianisch-afro-amerikanisch Wurzeln legt ordentlich nach. Ihre ausdrucksstarken Lieder changieren zwischen Blues, Rock und klassischem Songwritertum, aus ihren Texten sprechen Erfahrung und Nachdenklichkeit.
Ilene Barnes ist eine faszinierende Frau, eine Künstlerin, die mit tiefer, wandlungsfähiger Stimme den Hörer in einen Sog aus Leidenschaft, Energie und Überzeugungskraft zieht. Sie hat eine Botschaft und weiß es, Geschichten zu erzählen. Wer wollte ihr nicht zuhören, wer könnte sich dieser charismatischen Stimme entziehen?
Carina Prange
CD: Ilene Barnes - "Yesterday Comes" (Nektar/Tropical Music 68.855 / Sony BMG)
Ilene Barnes im Internet: www.ilenebarnes.com
Tropical Music im Internet: www.tropical-music.com
Cover: n.n.