"Logic ?" (das Fragezeichen im Namen ist kein Schreibfehler) präsentieren auf ihrem dritten Album einen beschwingten Reigen aus Jazzfusion, Latin-Elementen und Folk-Musik.
Logic?
- "Native Strut"
Die Band um Saxophonist Tim Wilson besteht aus Glenn Cannon (Gitarre), Ben Vanderwal (Schlagzeug) und Gavin Pearce (Bass) und erinnert hier und da an die Musik der Rippingtons. Was nicht weiter verwundert, liegt die spielfreudige Seele des Albums doch klar in Fusion, was die Geschichte umso mutiger macht. Denn Fusion ist, ähnlich wie das Geschwistergenre Smooth Jazz, eine weithin gemiedene Spielart des hierzulande allzu elitär gehandelten Muttergenres Jazz.
Doch zurück zum Album. Vorsichtige Liebeserklärungen an die Hypnotik von Drum 'n' Bass ("Part 3") versorgen das Album mit gelungenen stilistischen Abwechslungen, die jedoch nie das Geradeauslaufen des Albums stören. Vielmehr sind diese Ausflüge in angrenzende Genres wie etwa Pop oder erwähnter Drum 'n' Bass zugleich angenehm zurückhaltender Art und dienen eher dazu, das Werk zu einer festen Einheit zusammen zu schweißen.
Sicher kein absolutes Meisterwerk des Genres "Fusion", aber ganz bestimmt eines der besseren Jazz-Alben der letzten Monate. Schön.
Michael Arens
CD: Logic ? - "Native Strut" (Logic? LOG003; Eigenvertrieb)
Logic ? im Internet: www.logiconline.net
Cover: n.n.
Mehr bei Jazzdimensions:
Logic - "Logic?" - Review (23.7.2002)