Auf den ersten Blick wirkt "The Mists Of Distant Time" von Groove Apparatus, vornehmlich verursacht durch den Bandnamen, wie ein affencooles Werk einer jungdynamischen, sorgenfreien Studentenkombo. Doch Fehlanzeige. Schon bei den ersten Tönen wird klar, dass wir es hier mit bierernsten Jazzern zu tun haben und sich das "Groove" im Namen ausschließlich auf ihre Liebe zum Swing im Jazz beruft.
Groove
Apparatus - "The Mists Of Distant Time"
Mehr noch: Jazzgröße Kenny Barron lässt sich im Booklet detailliert über die sieben Songs des Albums (trotzdem hat die CD eine Länge von fast 70 Minuten!) und über das Talent der Band aus, die bereits vor sechs Jahren ihr Debütalbum ablieferte.
Bestehend aus Edward Taylor (Drums), Scott Robert Avidon (Saxophon), Jim Ridl (Piano), und Steve Swanson (Bass) sowie Terell Stafford als Gast an der Trompete gelingt es Groove Apparatus, ihre im straighten, swingenden Jazz angesiedelten Eigenkompositionen, überzeugend, will sagen professionell, rüberzubringen.
Etwas enttäuscht war ich dann aber schon, da meine Erwartungshaltung, durch besagten Bandnamen fehgeleitet, eben etwas anderes vorsah als "The Mists Of Distant Time" anbietet. Eine Sache des Stils, nicht des Könnens.
Michael Arens
CD: Groove Apparatus - "The Mists Of Distant Time" (Groove Apparatus AST-2007)
Groove Apparatus im Internet: www.grooveapparatus.com
Cover: Arthur Hochman/Kathy Ridl