Achtung, die Wikinger kommen direkt aus Dänemark, und mit voller Kraft voraus. Oder gibt es dort gar keine Wikinger mehr? Auf jeden Fall sind die dort durchaus noch ansässigen 'Dynamite Vikings' so ziemliche das schräg-jazzig-improvisierteste, was seit einiger Zeit zu hören war.
The
Dynamite Vikings - "Vikingology"
Von Avantgarde-Rock über Free Jazz bis hin zu Elementen nordischer Musik und was es noch so alles gibt - auf "Vikingology" vermengen die Musiker alles wie einen guten Cocktail miteinander. Und tatsächlich bringen sie auch verschiedene 'kulturelle' und musikalische Hintergründe mit: stammt doch Jaak Sooäär, der Gitarrist, aus Estland, Bassist Thommy Andersson, auch mit Josefine Cronholms Ibis und Dalia Faitelson unterwegs, ist Schwede und Schlagzeuger Karsten Mathiesen ist seit jeher in Dänemark zuhause.
Ein Melting Pot im Norden soll Kopenhagen sein die drei Musiker sind ein Beweis dafür. Ihr Cocktail hat mal einen leichten Geschmack, ist in erster Linie aber saftig und knallt rein. "Vikingology" ist eine Erfrischung in Sachen Mix aus Improvisation und Phantasie - und vor allem ist alles mit Instrumenten live gespielt und nicht zum Remix- oder Synthie-Brei verkommen ...
Carina Prange
CD: The Dynamite Vikings - "Vikingology" (cpecd 057)
Thommy Andersson im Internet: www.thommy.dk
Cope Records im Internet: www.coperecords.com
Cover: Rune Baess / Mark Solborg
Mehr bei Jazzdimensions:
Josefine Cronholm
- "Wild garden" - Review (erschienen: 7.6.2002)
Daila Faitelson - "Point of
no return" - Review (erschienen: 22.4.2002)