Burton Greenes´s Klez~thetics - "Calistrophy"
Burton Greene, Komponist und Pianist, entwickelte Anfang der Sechziger in New York mit dem "Free Form Improvisation Ensemble" erste experimentelle Formen der spontanen Komposition. Später spielte er mit Größen wie Cecil Taylor, Gato Barbieri oder Willem Breuker. In den achtziger Jahren wendete sich Burton Greene der osteuropäischen Musik zu. Seit dieser Zeit initiiert er vornehmlich Projekte, die eine aufregende Symbiose von Jazz und Klezmer eingehen.
Burton
Greene´s Klez~thetics - "Calistrophy"
Mit seinem neuen Quartett Klez~thetics legt er mit "Calistrophy" ein weiteres Album dieses Genres vor. Mit Akos Laki holte er einen ungarischen Künstler an Bord, der nicht nur die charakteristischen jauchzenden Klänge der Klezmer Klarinette intoniert, sondern vor dem Publikum auch sein vorzüglich gespieltes Saxophon zu Gehör bringt. Larry Fishkind an der Tuba und Roberto Haliffa an den Trommeln, beides altgediente Mitstreiter von Burton Greene, komplettieren das Ensemble.
Traditionelle jiddische Vorlagen dienen Burton Greene als Quelle der Inspiration für moderne Arrangements. Wilde Soli werden abgelöst durch fast kindlich anmutende Melodielinien. Er vereinigt Elemente des Contemporary Jazz mit lateinamerikanischen Rhythmen oder osmanischer Percussion. Aber unüberhörbar bildet die Klezmermusik den roten Faden durch das gesamte Album. Das Quartett verfolgt die konsequente Synthese der pulsierenden osteuropäischen Rhythmen mit der Spontaneität des Jazz.
Es ist ein eigenwilliges Werk, eine unverwechselbare und kantige, aber deswegen um so liebenswertere Symbiose von Ost und Jazz.
Maximilian Vollendorf
CD: Burton Greene´s
Klez~thetics - "Calistrophy
(BVHAAST 0802)
BVHAAST im Internet: www.bvhaast.nl
Cover: bhaavst