Mika Pohjola - "Live at the Blue Note"
Inzwischen ist diese, aus dem Jahre 1996 stammende Aufnahme schon fast fünf Jahre alt. Erst jetzt, nachdem sie von dem kleinen, aber feinen finnischen Label "Change Records" der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wurde, dürfen auch wir Hörer sie genießen.
Mika
Pohjola - "Live at the Blue Note"
Ein "September-Live-Mitschnitt" ist es also diesmal, der die kompositionellen und klaviertechnischen Qualitäten Mika Pohjolas auch vor "lauschendem Publikum" - in Live-Atmosphäre - dokumentiert.
Hier zeigt sich einmal mehr, daß der erst 28-jährige über ein hohes Maß an Individualität, Ideenreichtum und Wissen um die Jazzmusik der Vergangenheit verfügt. - Es ist aber nicht nur Jazz, was wir hören dürfen, es sind auch Einflüsse der klassischen Musik und der Weltmusik, die mit einfließen. Pohjolas Kompositionen werden nie langweilig, auch wenn sie manchmal knapp 10 Minuten Länge aufweisen. Seine Triostücke sind voll Esprit und Aktion, nie aber stressig oder hektisch. Wenn er ohne seine Band traurig-melancholisch "The Myth of the Old Man" zum Besten gibt, könnten einem glatt die Tränen kommen.
Stets sind es Gefühle, die echt zu sein scheinen und uns in ihren Bann ziehen, die Pohjola an uns heranträgt. Bleibt die Leistung der Band zu würdigen: Bassist Mat Penman und Drummer Roberto Dani streuen eine wirklich "leckere Gewürzmischung" über die Triostücke.
Man wird neugierig auf ein Konzert - heute, im Jahre 2000 - hat Mika Pohjola sich etwa noch mehr weiterentwickelt??
Carina Prange
CD:
Mika Pohjola - "Live at the Blue Note"
(Change Records 9024-2)
Change Records im Internet: www.change.lovesmusic.com
Mika Pohjola im Internet: www.mikapohjola.com
Cover Portrait Photo: Nina Sederholm
Jazzdimensions:
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